Rail Wars! Oppai auf Schienen

Große Züge, harte Schienen und ein Otaku der von selbigen schwärmt. In Japan ist bekanntlich alles möglich, dort wird alles thematisch verwurstet. Das kann sich als unerwartet kleine Perle entpuppen oder als das, wonach es klingt. Nonsens.
Der Anime Rail Wars! (Auch im Original in Englisch geschrieben), könnte man in eher zweite Sparte packen. Eine tiefgründige Geschichte rund um das japanische Eisbahnwesen wird man hier nicht finden. Zwar wird das Thema Züge natürlich angekratzt, immer wieder steht unser Held Takayama Naoto mit großen Augen vor Zügen und kommentiert sie, aber Züge sind einfach nur ein Beiwerk. Ob oder in wieweit die Macher eine liebe für Züge haben lässt sich schwerlich sagen, den der Serienschöpfer Masashi Suzuki ist, soweit ich das überblicke, bisher nicht sonderlich viel damit in Berührung gekommen. Ebenso wenig der Direktor Yoshifumi Sueda. Ich selber vermute ja, das die Herren das Setting nur genutzt haben, um die weiblichen Protagonisten in Uniformen stecken zu können. Und ja, das sieht leider Geil aus. Denn seien wir ehrlich, am Ende ist Rail Wars! nichts anderes als eine große Oppai show! Und hier haben es sich die Macher rund um die Show nicht nehmen lassen, unsere Mädels in alle möglichen Kleidungsstücke zu stecken, oder sie auch nackt herumlaufen zu lassen. Auch darf weder der Strand noch die Onsen Folge für einen guten Harem Anime fehlen. Ohne Witz, kommt alles drin vor. Inklusive Idol auftritt.

Sakurai schießt Scharf


Aber bevor ich Anfang zu hyperventilieren. Worum geht es in dem Anime Rail Wars! überhaupt?
Es geht um den jungen Schüler Takayama Naoto, der im Rahmen eines Praktikums an die staatlich japanische Bahnschule kommt. Sein Traum ist es einmal Lokführer zu werden, dafür ist ein Praktikum, das sowohl aus Theorie wie auch einem praktischen Teil besteht, Voraussetzung, bevor er auch nur davon träumen darf sich überhaupt zu bewerben.

Neben Leistungstest, die die U.S. Navy Seals wie ein Haufen von Vorschulkindern aussehen lassen, müssen Takayama-Kun und seine Mitstreiter einen praktischen Teil ihrer Ausbildung absolvieren. In seinem Fall als Bahnpolizist in Tokyo. Geht völlig vorbei an seinem Berufswunsch, aber, so lässt es seine Mentorin Gonou Hitomi unmissverständlich wissen, ist dies dieses Jahr eben die Anforderung an die Bewerber, ganz gleich was sie später machen wollen. So landet Takayama-Kun zusammen mit der Tsundere Sakurai Aoi , der herzlichen Koumi Haruka und Iwaizumi Shou in einer Gruppe, genannt K4, am Tokyo Hauptbahnhof. Ihr merkt es schon? Die Story macht absolut keinen Sinn und es wird auch nicht besser. Von Geiselnahme, über Bombenentschärfung bis hin zu Kidnapping ist alles vertreten. Freilich dient es nur dazu, das man etwas zu erzählen hat, aber die Storys sind so dumm, dass es eigentlich weh tun müsste. Eigentlich.


Jetzt kommt das aber!

Denn entgegen der nicht vorhanden Erwartung unterhält der Anime. Warum tut er das? Nun, wenn man es auf nur einen Nenner reduzieren möchte: Oppais! Brüste!
Ja, es geht um Brüste! Verpackt und unverpackt! Brüste überall! Es klingt primitiv aber obgleich der Anime so Seicht wie ein Witz von Mario Barth ist, so muss man doch hinschauen, sowie man bei Mario trotzdem schmunzel muss. Die Animationen sind gelungen, es wird viel mit digitaler Technik gearbeitet, besonders bei den Zügen, aber es sind die Charaktere die letztlich die Serie tragen.

Takayama Naoto ist der „Held“ dieser Serie, leidenschaftlicher Liebhaber der Bahn, mit dem Ziel Lokführer zu werden. Zwar ist er nur temporär zufrieden mit seinem Praktikum, aber er beißt die Zähne zusammen. Er ist höflich, naiv und hat keinen Durchblick bei den Mädels.

Sakurai Aoi ist die Tochter eines Polizisten. Sie ist eine gute Nähkämpferin, schießt besser als jeder KSK Soldat und sieht in Männern nur perverse Schweine. Ginge es nach Sakurai würde sie alle Verbrecher noch vor Ort hinrichten. Anfangs scheint sie Takayama tatsächlich zu hassen. Aber es kommt wie es kommen muss. Zwischen all ihrem Gift und ihren Misshandlungen an dem armen Kerl, hat sie sich in ihn verliebt. Und sie hat natürlich große Brüste.

Koumi Haruka ist das Gegenteil von Sakurai. Sie ist höflich, lieb und stets besorgt um Takayama. Sie verliebt sich natürlich ebenfalls in ihn und hat noch viel größere Brüste als Sakurai.

Haruka ist peinlich berührt

Im Übrigen spielt der zweite Junge im Team K4, Iwaizumi Shou, keine große Rolle. Er könnte Morgen weg sein und keiner würde ihn vermissen. Vermutlich ist er das männliche Alibi, damit es nicht zu offensichtlich ist, das alle Frauen dieser Serie eigentlich nur auf Takayama stehen. Wie gesagt ein Alibi das im Übrigen nicht mal funktioniert.

Auch der Restliche weibliche Cast hat vor allem eines. Große Brüste!

Es ist das Zusammenspiel all dieser Charaktere, lässt man mal Shou außen vor, der letztlich ein grundsolide sympathische Rige an Personen auf den Zuschauer loslässt. Es macht Spaß ihnen zu Zuschauen, der Anime unterhält auf der Humor und Ecchi ebene vorzüglich, ohne dabei in eines der extreme abzurutschen. Denn obgleich es viel Oppai gibt, hält sich der Anime sonst sehr zurück was Pantyshots angeht. Ja, Takayama liegt oft auf oder unter einem der Mädels, aber was will man machen? Das gehört wohl einfach dazu.

Fazit:

Ist Rail Wars! ein guter Anime? Nein. Aber er unterhält kurzweilig ohne dabei zu extrem in Slapstick oder Ecchi zu ersaufen. Er will Unterhalten und das tut er vorzüglich, sofern man den sich darauf einlässt. Rail Wars! ist ohne Zweifel ein Anime für Fans des Genre, nicht mehr oder weniger.

Alle Bilder sind Screenshots von mir aus der ersten Folge. Außnahme ist das Coverbild!
Weitere Quellen:
https://www.anisearch.de/anime/9310,rail-wars/characters
https://www.animenewsnetwork.com/encyclopedia/anime.php?id=16039